schneebedeckter Winterwald auf der Rosstrappe

Quedlinburg Marktplatz
Weltkulturerbe
Quedlinburg

Szene aus Walpurgisnacht am Haus
Mythenweg Thale

Schlosstheater Blankenburg im Winter

Stolberg Fachwerkhäuser
Stolberg

Blick vom Oybin auf Waltersdorf

Landeshauptstadt-Dresden - Elbufer

Blick über den Bärwalder See auf das Kraftwerk Boxberg

Findlingspark in der Lausitz
Findlingspark in der Lausitz

Blick von der Friedensbrücke auf die Altstadt von Bautzen

Görlitz in Sachsen - Peterskirche mit Voigtshof
Barockstadt Görlitz

Landeskrone mit Riesen- und Isergebirge im Hintergrund
Landeskrone

Kulturinsel Einsiedel
Urlaub im Baumhotel

Königshainer Bergland

Blick von der Lausche über das Zittauer Gebirge und die Oberlausitz
Ausflüge ins
Oberlausitzer Bergland

gußeiserner Aussichtsturm in Löbau - Detail
Löbauer Berg
Landesgartenschau Löbau

Ruine auf dem Oybin

Blick vom Oybin über das Zittauer Gebirge und die Oberlausitz
Naturpark
Zittauer Gebirge

Fachwerkhaus - Waltersdorf
Ausflug
auf die Lausche

An der Eingangspforte des Oybin
Felsenlandschaft
Oybin

Blick über die Talsperre Pöhl bei Plauen
Talsperre Pöhl

Blick von den Felsengärten über den Neckar

Ausflug auf die Landeskrone in Görlitz

Deutschland - Sachsen - Oberlausitz

Den heutigen schönen Sommertag wollen wir für einen Ausflug auf die Landeskrone in Görlitz nutzen. Aus den Königshainer Bergen kommend, sehen wir sie direkt vor uns in den Himmel ragen. Die Sicht ist hervorragend. Sogar das dahinter liegende Isergebirge mit dem daran anschließenden Riesengebirge in Tschechien ist zu sehen. Von hier sind es noch etwa fünfzehn Kilometer bis zum Fuße der, im görlitzer Stadteil Biesnitz liegenden, Landeskrone. Wir fahren bis zur letzen Straßenbahnhaltestelle auf der Biesnitzer Straße, wo wir auch gleich einen Parkplatz finden.

Gleich neben der Straßenbahnhaltestelle befindet sich die Haltstelle des Landeskrone Express, einer luftbereiften Eisenbahn. Hier beginnt aber auch der Lehrpfad, auf dem zehn Stationen mit Informationen zur Landeskrone eingerichtet wurden. Wir nehmen den etwas kürzeren, ebenso empfehlenswerten Waldweg. Es geht gleich stark bergan. Dafür werden wir mit einer herrlichen Aussicht über die Dächer der görlitzer Innenstadt mit dem Blick auf den Petersdom und die Lutherkirche sowie den dahinter liegenden polnischen Stadtteil von Görlitz, das heutige Zgorgelec, belohnt.

Wenig später erreichen wir einen Rastplatz auf dem sich Holzbänke um einen großen Holztisch reihen, die Platz für eine größere Ausflugsgruppe bieten. Wir verweilen einen Moment bevor wir anschließend eine einspurige, asphaltierte Straße erreichen. Immer wieder gibt es zwischen den Bäumen Lücken, die schöne Ausblicke auf die Umgebung der Landeskrone gestatten. Einmal sehen wir auf die königshainer Berglandschaft, ein anderes Mal wieder auf den Kanonenbusch und die Kämpfenberge, Richtung Reichenbach. Auf unserem Fußmarsch zum Berggipfel werden wir vom Landeskrone Express überholt. Wenig später treffen wir wieder auf den Lehrpfad, der unseren Waldweg kreuzt. Wir bleiben auf dem asphaltierten Weg, der uns an der oberen Haltestelle des Landeskrone Express vorbei führt. Ein Express steht grade hier oben und wartet auf Fahrgäste, die wieder nach unten wollen.

Theodor-Körner-Gedenkstein auf der Landeskrone

Jetzt haben wir es gleich geschafft. Der Theodor Körner Gedenkstein, der an den Besuch des Dichters am 12. August 1809 erinnert, ist die letzte Station bevor wir, nach einem etwa 45 minütigen Spaziergang, den Gipfel der Landeskrone erreichen. Der nicht zu steile Aufstieg ist für Kinder wie auch für ältere Menschen gut zu absolvieren.

Die Landeskrone ist vulkanischen Ursprungs. Sie entstand vor dreißig Millionen Jahren. Beim Ausbruch des Vulkans wurde Basalt durch den Granit (Granodiorit) gepreßt, in dessen Folge die heutige Basaltkuppe auf dem Granitsockel entstand. Eine mittelalterliche Burg derer von Landskron, als Lehn des Königs von Böhmen, fand erstmals in Aufzeichnungen aus dem Jahre 1268 Erwähnung. Sie diente als Absicherung der west-östlichen Handelsstraße. Die Stadt Görlitz ließ sie leider im Jahre 1440 abreißen. Der Berg wurde später als Viehweide und zur Aufstellung von Kanonen genutzt. Der Görlitzer Naturforschers K.A. von Meyer zu Knonow veranlaßte 1776 den Bau des Aussichtsturmes. Auf den Fundamenten der Burg wurde 1863 ein Berggasthaus errichtet, welches im Jahre 1946 abbrannte und 1951 wieder aufgebaut wurde.

Seit dem neunzehnten Jahrhundert ist rund um die Landeskrone ein geschlossener Wald entstanden, aus dem die Gaststätte auf dem Gipfel mit Würde hervor schaut. Große Panoramafenster eröffnen den Gästen des Hauses, während gemütlicher Feiern, einen tollen Blick ins Tal. Die Landeskrone ist heute ein sehr schöner und beliebter Ort um Hochzeiten zu feiern. Der schönste Tag im Leben findet hier ein würdiges Ambiente. Natürlich finden andere Familien- oder Firmenfeste hier einen ebenso reizvollen Rahmen. Im Anschluß an die Feierlichkeiten können die Gäste im angrenzenden Hotel übernachten.

Als wir den Gipfel der Landeskrone erreichen, warten im Biergarten vor der Gaststätte einige Besucher auf ihre bestellten Speisen. Am Eingang des Gartens befindet sich der Aussichtsturm, auf den wir gleich hinauf steigen. Von hier oben haben wir einen schönen Rundumblick über die Landschaft. Der nahegelegene, aus einem stillgelegten Braunkohletagebau neu entstandene Berzdorfer See, ist gut zu erkennen.