schneebedeckter Winterwald auf der Rosstrappe

Quedlinburg Marktplatz
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Quedlinburg

Szene aus Walpurgisnacht am Haus
Mythenweg Thale

Schlosstheater Blankenburg im Winter

Stolberg Fachwerkhäuser
Stolberg

Blick vom Oybin auf Waltersdorf

Landeshauptstadt-Dresden - Elbufer

Blick über den Bärwalder See auf das Kraftwerk Boxberg

Findlingspark in der Lausitz
Findlingspark in der Lausitz

Blick von der Friedensbrücke auf die Altstadt von Bautzen

Görlitz in Sachsen - Peterskirche mit Voigtshof
Barockstadt Görlitz

Landeskrone mit Riesen- und Isergebirge im Hintergrund
Landeskrone

Kulturinsel Einsiedel
Urlaub im Baumhotel

Königshainer Bergland

Blick von der Lausche über das Zittauer Gebirge und die Oberlausitz
Ausflüge ins
Oberlausitzer Bergland

gußeiserner Aussichtsturm in Löbau - Detail
Löbauer Berg
Landesgartenschau Löbau

Ruine auf dem Oybin

Blick vom Oybin über das Zittauer Gebirge und die Oberlausitz
Naturpark
Zittauer Gebirge

Fachwerkhaus - Waltersdorf
Ausflug
auf die Lausche

An der Eingangspforte des Oybin
Felsenlandschaft
Oybin

Blick über die Talsperre Pöhl bei Plauen
Talsperre Pöhl

Blick von den Felsengärten über den Neckar

Felsenlandschaft und Klosterruine auf dem Oybin

Deutschland - Sachsen - Oberlausitz

Es ist Ende April und der Frühling hält gerade Einzug. Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken die Lust in uns, wieder einmal in die gerade erwachende Natur hinaus zu gehen. Für unseren ersten Frühlingsausflug in diesem Jahr haben wir uns den Oybin, im Zittauer Gebirge ausgesucht. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Zittauer Gebirge und wird jährlich von etwa 90.000 Touristen aus aller Welt besucht. Reisegruppen, Schulklassen oder Familien besuchen ihn sehr gern, da er für jede Altersgruppe interessante Freizeitbeschäftigungen in einer wundervollen Natur bietet. Führungen und Veranstaltungen werden in der ganzen Saison von Frühling bis in den Herbst angeboten. Burg und Kloster sind ganzjährig, ohne Ruhetag zur Besichtigung geöffnet.

Bereits am Parkplatz empfangen uns sehr imposante Felsformationen aus Sandstein. Schon hier wird deutlich, dass der Oybin ein starker Anziehungspunkt für Bergsteiger und Kletterer ist. Ohne langes Zögern brechen wir zu unserer Bergtour auf, um den Gipfel des Oybin zu erobern. Vorbei an der Haltestelle der dampflokbetriebenen Schmalspurbahn, welche von Mai bis Oktober, jeden ersten und dritten Samstag, die Besucher aus der Zittauer Umgebung hierher bringt, gehen wir in Richtung Naturbühne, auf der seit vielen Jahren Ritterspiele aufgeführt werden. Viele Besucher sind bereits unterwegs und nutzen ebenfalls das schöne Wetter um die Natur zu erleben. Wir schließen uns einfach dem Besucherstrom an und erreichen die Eingangspforte des Oybin. An der Kasse geht es sehr schnell und schon befinden wir uns in einer großartigen Felsenlandschaft. Es geht bergan durch teilweise sehr enge Felsengassen ohne jedoch gefählich zu sein. Kinder haben hier ihre wahre Freude. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir auch schon die noch recht gut erhaltene Ruine einer imposanten Kirche.

Eine einfache Befestigungsanlage auf dem Berg Oybin wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts zu einer zuverlässigen Abwehranlage ausgebaut. Einige Jahrzehnte später, in der Mitte des 14. Jahrhunderts, ließ Kaiser Karl IV ein Kaiserhaus erbauen. Zugleich stiftete er dem Coelestinerorden ein Kloster mit dieser imposante Kirche die heute noch zu besichtigen sind und für romantischen Aufführungen genutzt werden. Orgelspiele oder Kammerchor-Konzerte werden in der von Fakeln erhellten Kirchruine von April bis September einmal im Monat aufgeführt. Klassische Violinkonzerte mit Absolventen der Meisterklasse der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden finden hier ebenfalls statt. Die historischen Mönchszüge über den Berg Oybin sind weitere Hightlights, die ab Mitte Mai bis Anfang Oktober in vierzehntägigen Abständen miterlebt werden können. Das jährliche Burg- und Klosterfest mit mittelalterlichem Markttreiben zwischen kulinarischen und handwerklichen Ständen, Gaukelei und Konzerten ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Oybin - Blick ins Tal

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Klosterleben auf dem Oybin durch die Reformation beendet und der Verfall der alten Gemäuer begann. In der heutigen Zeit wird wieder viel für den Erhalt dieser einzigartigen Kulisse getan um sie der Menschheit weiterhin zu bewahren.

Zur sportlichen Betätigung bietet der Oybin ebenfalls vielfältige Möglichkeiten, sei es beim Bergsteigen, beim Bewältigen des Klettersteiges "alpiner Grat" an der Felsengasse oder beim einfachen Fußmarsch bis zum Gipfel. Der Aufstieg loht sich auf jeden Fall. Fantastische Aussichten vom Gipfel in die umliegenden Täler sind garantiert.

Um am Oybin zu klettern muß man kein geübter Bergsteiger sein. Schnupperkurse im Klettern oder Tourführungen über den Klettersteig werden vor Ort angeboten. Erfahrene Fach-Übungsleiter unterstützen die Teilnehmer, die keinerlei Vorkenntnisse im Klettern aufweisen müssen. Auch Kinder ab acht Jahren sind beim Erlernen des Kletterns und Bergsteigens herzlich willkommen. Die Ausrüstung zum Klettern wird ebenfalls für die Kurse zur Verfügung gestellt.

Heute gibt es hier oben auf dem Oybin leider keine Vorführungen aber schon die Besichtigung dieser imposanten Gemäuer ist ein Erlebnis. Auf dem Rundweg erkunden wir den Gipfel des Oybins und bewundern die tolle Aussicht in die Täler der Umgebung und bestaunen ehrfürchtig die imposanten Kletterfelsen am Wegrand und in den Schluchten. Bei einer Tasse Caffee auf der Terrasse vor der Gaststätte lassen wir die Erlebnisse des Tages auf uns wirken, bevor wir an den Abstieg gehen. Ganz sicher sind wir heute nicht das letzte Mal hier. Der Veranstaltungskalender steckt bereits in der Tasche, so dass wir unseren nächsten Ausflug auf den Oybin in Ruhe zu Hause planen können.