Blick über den Gosausee auf den Dachstein
Der Gosausee

Bergweg am Gosaukamm
entlang des Gosaukamms

Paragleiter über der Zwieselalm
Unterwegs zur Zwieselalm
Blick vom Gosaukamm auf den Dachstein
Dachsteinblick
Hütte auf dem Krippenstein - Welterbeblick
Der Krippenstein
Eingang zur Eisriesenwelt in Werfen
Eisriesenwelt Werfen
Burg Hohen-Werfen
Burg Hohenwerfen
Raupe am Heuartfest in Annerberg
Heuartfest im Lammertal
Dresdner Hütte auf dem Stubaier Gletscher
Stubaier Gletscher
Wanderweg am Klopeiner See
Klopeiner See
Fischerbastei Budapest im Miniaturenpark Minimundus
Minimundus

Der Gosausee am Fuße des Dachsteins

Ein faszinierender Spaziergang um den See

Es ist Mitte September. Wir kommen gerade aus unserem knapp zweiwöchigen Sommerdomizil, an der kroatischen Adria, mit Sonne satt und Temperaturen über 35°C. Auf unserem 1.200 km langen Heimweg haben wir einen Zwischenstopp im oberösterreichischen Abtenau geplant und ein Zimmer mit Frühstück gebucht. Den direkten Übergang vom Sommer zum Winter erleben wir in Obertauern. Hier empfängt uns, bei strahlendem Sonnenschein, eine geschlossene Schneedecke, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Da wir auch begeisterte Wintersportler sind, tut dies der guten Laune keinen Abbruch. Nur die Sandalen und das T-Shirt sollten wir gegen wärmere Sachen austauschen.

In Abtenau angekommen, sind die Temperaturen wieder erträglicher und das Wetter für diese Jahreszeit einfach super. Der Obweghof ist unser Quartier für eine Woche. Er liegt etwas außerhalb vom Centrum auf einer Bergwiese. Von hier oben haben wir eine tolle Aussicht auf das Tennengebirge und den berühmten Dachstein, deren Gipfel durch den frühen Schneefall aussehen, wie mit frischem Puderzucker überstäubt. Nach einem herzlichen Empfang durch unsere Vermieterin und einer kurzen Verschnaufpause, fahren wir am frühen Nachmittag noch einmal mit dem Auto los, um die tolle Landschaft zu erkunden. Irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass eine Woche Aufenthalt hier wohl zu kurz sein wird, um alles zu besichtigen.

Ohne wirklichen Plan fahren wir in Richtung Gosausee. Wir müssen gestehen, dass wir noch nie etwas von diesem See gehört haben. Folglich haben wir auch keine Ahnung was uns erwartet. Zunächst ist da ein ziemlich voller Parkplatz - also gibt es hier etwas zu sehen. Nach einem kleinen, etwa 3-5 minütigen Anstieg, erwartet uns ein unbeschreiblich schöner Anblick. Inmitten einer wundervollen Sommerlandschaft, thront der Dachstein mit seinem, von frischem Schnee bedeckten Gipfel, hinter einem kleinen blauen Bergsee - dem Gosausee. Ein Motiv, wie es für ein Erinnerungsfoto, nicht perfekter sein kann. Der strahlende Sonnenschein gibt der Kulisse natürlich den verdienten Glanz. Mit der Gondelbahn geht es von hier aus auf den Gosaukamm. Da der Nachmittag schon etwas fortgeschritten ist, entscheiden wir uns an einem der nächsten Tage auf den Kamm zu fahren. Aufgrund des schönen Wetters herrscht noch emsiges Touristentreiben. Doch in Anbetracht der vielen, zur Auswahl stehenden Touren verlieren sich kleinere Menschenansammlungen sehr schnell wieder und es kehrt eine gewisse Ruhe ein.

Die Kuhherde am Gosausee

Einer Informationstafel entnehmen wir, dass es einen Rundweg um den See gibt und sich hinter dem See zwei weitere kleinere Seen befinden, die Gosauseelacke und der Hintere Gosausee, die man auch zu Fuß erreichen kann. Wir gehen also erst einmal los, in Richtung hintere Gosauseen, vorbei an größeren und kleineren Wasserfällen. Am Wegrand stehen Tafeln mit Informationen rund ums Wasser. An einem überdimensionalen Trichter kann man das Wasserrauschen erleben. Wir befinden uns nun im hinteren Bereich des vorderen Gosausees und müssen uns entscheiden, ob wir die beiden hinteren Seen besuchen wollen. Da es aber bereits später Nachmittag ist gehen wir auf dem Rundweg weiter, zurück in Richtung Parkplatz. Auf der gegenüberliegenden Seite entdecken wir im Wald eine Herde Kühe. Jetzt wissen wir auch wozu das kleine Türchen dient, welches wir gerade passiert haben.

Die Kuhherde ist in diesem Waldgebiet weitgehend freilaufend und an Touristenströme scheinbar sehr gut gewöhnt. Besucher sollten nicht ängstlich sein, da sie sich den Weg mit den Kühen teilen. Zur Herde gehören auch Jungtiere, die von den Muttertieren besonders bewacht werden. Es ist deshalb ratsamt den Tieren mit dem notwendigen Respekt zu begegnen, sie nicht zu provozieren oder durch unbedachte Handlungen zu erschrecken. Auch den spitzen Hörnern der erwachsenen Tiere sollte man aus dem Weg gehen. Gefährlich scheinen sie nicht zu sein, eher neugierig und sehr anhänglich. Wenig später verlassen wir das Waldgebiet wieder und haben einen freien Blick auf den See und den Dachstein.

Postwendend erleben wir die nächste Überraschung. Der Gosaukamm mit dem anschließenden Dachstein spiegeln sich im Gosausee und bieten so einen unvergeßlichen Anblick. Das Ende des Weges führt durch behauenen Fels. So entsteht eine Art halbseitiger Tunnel. Durch ein kleines Türchen verlassen wir nun endgültig das Revier der anhänglichen Kühe, die wir bis hierher im Schlepptau hatten. Ein Kälbchen schaut uns ungläubig hinterher, aber weiter kann es uns nun nicht mehr folgen.

Am Wegrand sehen wir ein letztes Wasserspiel mit Infotafel. Auf einer der Bänke genießen wir noch ein Weilchen den Dachsteinblick bevor wir dann zurück nach Abtenau fahren. Ein Ausflug zum Gosausee ist unbedingt zu empfehlen. Auch für kleine Besucher, für die es hier viel zu entdecken gibt, ist der Rundweg leicht zu bewältigen. Um bis zum hinteren Gosausee zu laufen oder mit der Gondelbahn auf den Gosaukamm zu fahren, sollte besser ein ganzer Tag eingeplant werden. Auch auf dem Kamm gibt es viele Naturpfade, die in die umliegenden Almen führen. Leider sind wir dafür heute zu spät aufgebrochen.