Blick über den Gosausee auf den Dachstein
Der Gosausee

Bergweg am Gosaukamm
entlang des Gosaukamms

Paragleiter über der Zwieselalm
Unterwegs zur Zwieselalm
Blick vom Gosaukamm auf den Dachstein
Dachsteinblick
Hütte auf dem Krippenstein - Welterbeblick
Der Krippenstein
Eingang zur Eisriesenwelt in Werfen
Eisriesenwelt Werfen
Burg Hohen-Werfen
Burg Hohenwerfen
Raupe am Heuartfest in Annerberg
Heuartfest im Lammertal
Dresdner Hütte auf dem Stubaier Gletscher
Stubaier Gletscher
Wanderweg am Klopeiner See
Klopeiner See
Fischerbastei Budapest im Miniaturenpark Minimundus
Minimundus

Der Krippenstein mit dem Welterbeblick

Österreich - Region - Oberösterreich

In der Umgebung rund um den Dachstein gibt es zahlreiche Berggipfel, die es zu besuchen lohnt. Heute haben wir uns den Krippenstein für einen Tagesausflug ausgesucht. Vom malerischen Städtchen Hallstadt aus fahren wir vorbei am wunderschönen Hallstädter See, der umringt von den Bergen, eine sehr idyllische Atmosphäre verbreitet und erreichen den Fuß des Krippensteins.

In Obertraun fahren wir bis auf den Parkplatz vor der Liftstation des Krippensteines. Die neue Talstation ist leider noch nicht fertig gestellt, deshalb müssen wir etwa zehn Minuten bis zur alten Station zu Fuß zurücklegen. Die Temperaturen hier unten im Tal sind spätsommerlich und noch angenehm warm. Die Sonne trägt ihren Teil dazu bei, diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Es ist inzwischen zehn Minuten vor 12:00 Uhr. Das Glück haben wir heute auf unserer Seite denn die letzte Fahrt bis zum Gipfel startet um 12:00 Uhr. Später können nur noch Fahrten bis zur Mittelstation unternommen werden. Nachdem wir die Tickets gekauft haben reihen wir uns sogleich in die lange Schlange der wartenden Krippensteinbesucher ein und vertreiben uns die kurze Zeit, bis zur Abfahrt, mit dem Lesen der informativen Tafeln an der Wand. Dabei erfahren wir etwas über die Pflanzenwelt in der Umgebung des Krippensteines. In drei Etappen geht es dann mit der Seilbahn hinauf.

Nach einer Fahrt mit der Gondelbahn, während der wir eine fantastische Aussicht, auf eine beeindruckende Landschaft bewundern dürfen, müssen wir an der ersten Zwischenstation ca. zehn Minuten warten. Langeweile kommt bei dieser tollen Aussicht natürlich nicht auf. Das Seilbahnpersonal ist sehr freundlich und bei einem kleinen Plausch erfahren wir einiges über die Gegend. Unweit dieser Station befinden sich eine Mammuthöhle und eine Eishöhle, die wir aber aus zeitlichen Gründen heute leider nicht besuchen können. Auf einen Tipp des netten Liftbetreibers geht unser Blick nach oben. Direkt über uns befindet sich die neue Aussichtsplattform "Fünf Fingers", in der Figur einer Hand, auf dem Gipfel des Berges.

Blick auf den Gipfel des Krippensteins

Es ist zwar erst Mitte September aber in diesem Jahr liegt bereits seit einer Woche Schnee an der ersten Zwischenstation. Auch für diese Region ist dies sehr ungewöhnlich. Alles sieht aus wie frisch gezuckert. Als es hier vor einer Woche geschneit hat waren wir gerade in Tucepi an der kroatischen Adria. Genau zu dieser Zeit hatte die Bora (ein starker kalter Wind) Einzug gehalten und auch auf dem 1.600 m hohen Sv. Jure, der sich nur ca. 20 Kilometer von Tucepi und dem Meer entfernt befindt, fiel seit 100 Jahren wieder einmal Schnee.

Jetzt kommt unsere Gondel. Mit der Seilbahn legen wir nun das zweite Stück des Weges zurück. Zu Fuß geht es anschließend zum letzten Seilbahnabschnitt. Es ist hier bereits merklich kühler als im Tal und tief hängende Wolken versperren der Sonne immer wieder den Durchbruch. Ein Hubschrauber, in der Nähe der Liftstation, wartet auf besseres Flugwetter um endlich abheben zu können. Nach etwa fünfzehn Minuten, wir wollen schließlich keinen Sprint gewinnen sondern die tolle Landschaft genießen, erreichen wir die letzte Seilbahnstation. Auch hier dauert es nur ein paar Minuten bis die Fahrt zum Gipfel weiter geht.

Blick vom Krippenstein auf die etwa in der Mitte befindlichen Dachsteine - September 2007

Auf dem 2109m hohen Gipfel des Krippensteins angekommen, erwartet uns eine herrliche Winterlandschaft, die uns vergessen lässt, dass es eigentlich noch Sommer ist. Die Temperaturen sind merklich kälter als im Tal. Zum Glück sind wir mit warmen Jacken ausgestattet und somit haben wir kein Problem mit dem plötzlichen Wintereinbruch und können die Aussicht voll genießen.

Hier auf dem Berggipfel gibt es nun mehrere ausgeschilderte Fußwege auf denen man die Umgebung erkunden kann. Den Welterbeblick, mit Blick auf den Dachstein, erreichen wir auf dem Panoramaweg nach etwa fünf Minuten. Auf einer Tafel mit den Namen der umliegenden Berggipfel können wir uns prima orientieren. Der Name Welterbeblick sagt eigentlich alles und wurde sicher nicht zu Unrecht vergeben. Leider ist der Dachstein heute in die Wolken eingehüllt. Aber mit etwas Geduld, können wir die beiden Dachsteingipfel zwischen vorbeiziehenden Wolkenfeldern doch noch sehen.

Auf diesem Weg gehen wir weiter und erreichen eine kleine Kapelle, die auch geöffnet ist. An einigen schneelosen Plätzen blüht hier sogar die Kuhschelle. Ein paar Minuten später eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick auf den Hallstädter See und die darum befindliche Berg- und Tallandschaft. Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Aussichtsplattform "Fünf Fingers", die wir an der unteren Liftstation schon entdeckt hatten. Hier wurden fünf Stege über einem vierhundert Meter tiefen Abgrund montiert die eine spektakuläre Aussicht bieten. Beim Betreten der Plattform ist Schwindelfreiheit klar von Vorteil. Nur ohne Höhenangst kann die Aussicht wirklich genossen werden.