Blick auf die Kirche von Bled
Baden im See von Bled

Vor der Höhle von Postojna
Tropfsteinhöhle Postojna

Pferde in Lipica
Lipica

Georgskirche von Piran
In den Gassen von Piran

Postojna - die größte Tropfsteinhöhle Europas

Ein Ausflug in die Höhlenwelt Sloveniens

Nach zweieinhalb Wochen Erhohlung pur befinden wir uns auf der Heimfahrt aus dem kroatischen Porec in Richtung Deutschland. Unterwegs haben wir einen Zwischenstop in Postojna geplant. Dort wollen wir uns die Tropfsteinhöhle ansehen. Auf einem großen Parkplatz ist es kein Problem das Auto abzustellen. Ein gut ausgeschilderter Pfad weist uns den Weg in Richtung Höhle. Die Sonne meint es wieder sehr gut und die gute Laune steht allen ins Gesicht geschrieben, obwohl wir in wenigen Stunden wieder im kühlen Deutschland in den Alltag eintauchen werden.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir die Gebäude in der Nähe des Höhleneinganges. Dort gibt es reichlich Informationen zur Höhle. Unter anderem lesen wir auch, dass im Höhleninneren nur ca. 4 Grad herrschen. Im dünnen T-shirt und kurzer Hose sind wir natürlich nicht optimal bekleidet. An der Kasse stehen eine Menge Touristen und es dauert eine ganze Weile bis wir an der Reihe sind und unsere Karten erhalten. Es ist inzwischen kurz nach 14:00 Uhr, bis zur nächsten Fahrt in die Höhle haben wir noch eine reichliche halbe Stunde Zeit. Die nutzen wir, um uns umzuziehen, damit wir den Ausflug voll genießen können und nicht frierend das Ende herbeisehnen. Also schnell zurück zum Auto und die langen Sachen aus dem Koffer ganz unten hervorgekramt.

Vor der Tropfsteinhöhle von Postojna

Wenig später nehmen wir in der Höhlenbahn Platz. Aus der Höhle weht uns ein kühler Wind entgegen. Schon jetzt merken wir, dass es keine schlechte Idee war, die kurze Kleidung gegen die lange einzutauschen, die wir sowieso ab morgen in Deutschland bevorzugen werden. Das Höhlenpersonal verteilt noch zusätzlich dicke Wolldecken, die während der Fahrt in den offenen Wagen vor dem kalten Fahrtwind schützen sollen.

Und dann geht es auch schon los - wir fahren mit zügigem Tempo ins Innere der Höhle, vorbei an imposanten Felsen und Tropfsteinfiguren. In einem großen Höhlensaal hält die Bahn an. Hier müssen alle Besucher aussteigen. Höhlenführer halten Schilder mit verschiedenen Sprachen nach oben. In sehr kurzer Zeit werden entsprechende Sprachgruppen gebildet. Nun geht es zu Fuß weiter. Jede Gruppe hat ihren Höhlenführer und so ist die Verständigung kein Problem und die Erläterungen zur Höhle können gut verstanden werden.

Die Figuren, welche im Höleninneren durch jahrtausendelanges Tropfen entstanden sind, beeindrucken uns sehr. Es geht durch ein Labyrinth mit vielen schmalen Gängen. In einem kleineren Höhlenraum lernen wir den pigmentlosen, weißen Grottenolm kennen, der nur in Höhlen in Slovenien und Italien lebt. Er hat sich optimal an die Dunkelheit angepaßt und könnte über Tage nicht überleben. Der Ausflug in dieses fantastische Höhlenlabyrinth nähert sich langsam seinem Ende zu. In einem großen Saal, der zeitweilig als natürlicher Konzertsaal genutzt wird, endet diese wirklich sehr empfehlenswerte Tour.